Mannschaftskoepfe 596
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Bezirksliga Donau - Vorschau

FV Bad Saulgau (5.) - FV Altshausen (2.)

Englische Woche, die Zweite

Am Sonntag steigt der vierte Spieltag der Bezirksliga Donau, an dem der FV Altshausen zu Gast beim Landesliga-Absteiger FV Bad Saulgau ist. Anpfiff der Partie ist um 15:00 Uhr im SaulgauerOberschwabenstadion.

Saison mit vielen Fragezeichen

Der FV Bad Saulgau war in den vergangenen drei Jahren zweimal Opfer niederschmetternder Last-Minute-Abstiegsentscheidungen in der Landesliga. In der Saison 2006/2007 mußte man

am Ende wegen eines(!) zu wenig erzielten Treffer den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten. Nach dem direkten Wiederaufstieg erwischte der FV in der vergangenen Saison einen Traumstart und zierte ein paar Spieltage gar die Tabellenspitze. Doch eine denkwürdige, wenn nicht gar die denkwürdigste Landesliga-Saison der jüngeren Geschichte sollte am Ende einmal mehr ein schlimmes Spiel mit den

Badstädtern treiben. Nach 30 Spielen hatte die Truppe um Kapitän Florian Köhler beachtliche 43 Punkte eingefahren, der Tabellenfünfte aus Reinstetten hatte mickrige drei Zähler mehr auf dem Konto. Doch was in manchen Jahren bereits im Frühling zum sicheren Klassenerhalt gereicht hätte, war in diesem verflixten Jahr nicht genug. Vier punktgleiche Mannschaften machten den Abstieg und den Einzug in die Relegation unter sich aus, darunter so renommierte Clubs wie der SV Mochenwangen und der FV Rot-Weiß Weiler im Allgäu. Einmal mehr war es das schlechtere (aber nicht schlechte) Torverhältnis, das den FV am Ende den Kopf kostete. Dem Abstieg nach einer Saison, in der man mit jeweils 13 Mal nicht öfter verloren als gewonnen hatte, folgte jedoch im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ein kleiner personeller Exodus. Leistungsträger und Führungsspieler wie Thomas Deutsch (TSV Berg), Florian Köhler, Jonas Jarrar (beide FC Krauchenwies), Martin Renn (SV Mochenwangen) und Sebastian Wahl (SF Hundersingen) kehrten dem Verein den Rücken, prominenteste Neuzugänge im Team des frisch inthronisierten (Spieler-)Trainers Nectad Fetic, der vom SV Ebenweiler kam, sind neben einem Dutzend anderen Fatih Sengül vom F-Team des SC Pfullendorf sowie Torjäger Eugen Michel von Ligakonkurrent SV Hohentengen. Zum ersten Mal haben die Rot-Weißen in der Bezirksliga nicht den direkten Wiederaufstieg als Saisonziel vorgegeben, man hielt sich bewußt bedeckt und will zunächst einmal eine anständige Saison über die Bühne bringen - was einen damit verbundenen Aufstieg natürlich nicht ausschließen würde. Der Saisonstart verlief den Gegnern entsprechend erfolgreich. Beim Saisonauftakt in Kirchen holte man mit einem 5:4 die ersten drei Punkte, ehe es zuhause gegen die gegentorlose Überraschungsmannschaft aus Daugendorf mit 0:1 die erste Pleite setzte. Ein 4:1-Auswärtssieg bei der stark einzuschätzenden SG Griesingen rundet den gelungenen Auftakt ab. Coach Fetic will gegen seinen Ex-Verein den ersten Heimsieg einfahren und auf Kurs bleiben, allerdings liegt der letzte derartige Erfolg schon lange zurück.

 

Überzeugende Frühform

Mit dem klaren 4:2-Sieg beim gestrigen Wochenspieltag gegen den FC Laiz hat der FV Altshausen seine gute Form eindrucksvoll bestätigt und belegt momentan den zweiten Platz. Ein Eigentor und ein Dreierpack von Felix Weiß sorgten für am Ende klare Verhältnisse an der Blönrieder Straße, Bastian Scheffold glänzte dabei durch zwei überragende Torvorlagen. Bereits elf Treffer haben die Gelb-Schwarzen erzielt, das ist nach wie vor Ligaspitze. Die Antwort auf die Frage, ob die nun mit drei Niederlagen gestarteten Laizer schon der erste ernsthafte Prüfstein waren, wird das Derby am Sonntag beim Nachbarn aus Saulgau geben. Coach Markus Keller kann mit seiner Elf momentan voll zufrieden sein, denn in der zugegebenermaßen noch jungen Saison stehen die Herzoglichen so gut da wie schon lange nicht mehr. Derzeit belohnen sich seine Spieler selbst für ihren vorbildlichen Trainingseifer und können seit langem wieder Spielen ihren Stempel aufdrücken, und im Moment spricht auch nichts dagegen, daß der Höhenflug noch eine Weile anhalten könnte. Am Sonntag um 16:45 Uhr ist man schlauer, doch muß den Altshauser Anhängern alles andere als Angst und Bange sein - im Saulgauer Oberschwabenstadion hat man sich schon immer mehr als beachtlich aus der Affäre gezogen. Für einen weiteren Erfolg spricht neben dieser Serie auch das enorm gewachsene Selbstvertrauen der Keller-Elf - selbst Rückstände, die in der vergangenen Saison meistens noch den kompletten Zusammenbruch der Herzoglichen Spielkultur zur Folge hatten, stecken die Gelb-Schwarzen momentan problemlos weg. Daß der große Nachbar in diesen Duellen eigentlich immer die Favoritenrolle zugeschanzt bekommt, kommt dem Altshauser Übungsleiter gerade recht. Einerseits ist der Abstand nicht mehr so groß wie er in den vergangenen Jahren war, und andererseits haben seine jungen Wilden wieder Blut geleckt. Personell kann der Trainer wie zuvor auf seinen gesamten Kader zurückgreifen und seine Wunschelf auf den Rasen schicken. Angelaufene Torfabrik, eingespielte Mannschaft, großes Selbstvertrauen, konditionelle Stärke - wo so ein Lauf in Kombination mit einem effektiven taktischen System enden kann, war zuletzt 2005/2006 zu sehen, als dem Herbstmeister aus Altshausen lediglich in der Rückrunde die Puste ausging und man hinter dem FC Krauchenwies und dem TSV Allmendingen starker Dritter wurde. Ganz so weit denkt man in Altshausen noch nicht, trotzdem kann sich keiner der Einsicht verwehren, daß beim FVA im Jahr seines 100-jährigen Bestehens etwas zusammenwachsen könnte, an dem so manch einer noch seine helle Freude haben wird.

Nur einen Punkt...

... gab es für den FVA im letzten gemeinsamen Bezirksliga-Jahr 2007/2008 zu holen. Einem 0:0 in Saulgau folgte eine 1:4-Heimniederlage im Rückspiel, den einzigen Herzoglichen Treffer erzielte damals Marc Krämer.

-HS-