Mannschaftskoepfe 596
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Ein Blick in die Chronik des FV Altshausen

Im Mai 1909 fanden sich 17 junge Burschen in Altshausen zusammen um einen Fußballverein zu gründen. Im Juni 1909 trat der FVA zum ersten Spiel bei Eisweiher-Ravensburg an, das auch prompt mit 3:2 gewonnen wurde. Das Rückspiel zu Hause wurde glatt mit 3:0 gewonnen. Der Sportplatz war damals in der Bahnhofstrasse in der Nähe der Schreinerei Fuchshuber, der allerdings nach vier Spielen wegen der Lärmbelästigung der Anwohner aufgegeben werden mußte. Ein neues Gelände wurde bei der ehemaligen Gärtnerei Zehrer gefunden. Eine Verbandsrunde wurde damals noch nicht ausgetragen, in fünf Jahren wurden 18 Freundschaftsspiele absolviert, von denen 16 gewonnen wurden. Mit Beginn des Weltkrieges im Jahr 1914 ruhte für einen längeren Zeitraum das Vereinsleben. Nach sporadischen Aktivitäten wurde im Jahr 1925 der Fußball wieder voll ins Leben gerufen, mit einem Mitgliederstand von 38 Personen. Sechs Jahre später wuchs der Mitgliederstand auf 244 an. Im Jahr 1935 fand der erste Vereinsausflug nach Berkheim bei Esslingen statt und im darauffolgenden Jahr wurde die erste Jahreshauptversammlung abgehalten. Wegen des Zweiten Weltkrieges mußten die Aktivitäten wieder für ein paar Jahre eingestellt werden. Am 26. Juli 1947 wurde in der Bahnhofswirtschaft mit 50 Aktiven und 20 Passiven eine Gründungsversammlung abgehalten. Die Vereinssatzung mußte vom Gouvernement Francaise (Altshausen war französische Besatzungszone) abgesegnet werden. Nachdem der nächste Sportplatz an der Herzog-Albrecht-Allee dem Bauboom zum Opfer fiel, wurde 1951 mit dem Rasenplatz an der Blönrieder Strasse die endgültige Heimat gefunden. Das Gelände war eine Schenkung des Herzogs von Württemberg. 1952 wurde der Kino¬besitzer Erich Scheck zum Vorstand gewählt, als Vereinslokal wurde das Gasthaus Lamm auserkoren. Im gleichen Jahr nahmen die Fußballer an einer Verbandsrunde teil, Torjäger wurde Anton Kesenheimer mit 43 Treffern. Traditionell wurde damals zum Kinderfest jeweils das Spiel Unterdorf gegen Oberdorf ausgetragen, bei dem das ganze Dorf auf den Füßen war. Im Jahr 1953 gewann das Unterdorf mit 10:7, dank acht Toren von Anton Kesenheimer. Zum neuen Vorstand wurde Lorenz Bösch gewählt. 1959 wurde Fritz Maier FVA-Vorstand. Drei Jahre später folgte Franz Zach als Vorsitzender. Sportlich waren die Altshauser Fußballer eine Fahrstuhlmannschaft, sie pendelten regelmäßig zwischen der A- und B-Klasse. 1968 wurde mit einem großen Fest das Sportheim eingeweiht. Bei den Spielen gegen den Schwarzwald-Bodensee-Ligisten TG Biberach und dem in der Zweiten Amateurliga spielenden FV Saulgau waren über 1.000 Besucher anwesend. Nach Erich Jelly als Vorstand folgte 1969 Otto Herzog. Die weiteren Vorsitzenden waren Werner Kube, Werner Heider, Udo Hampel, Gerhard Grünhagel, Reiner Hugger und aktuell Martin Kiem.

Der FVA in der Gegenwart
Seit 1978 spielte der Fußballverein Altshausen in der Bezirksliga Donau. Seinen bis dahin sportlich größten Erfolg verzeichnete der FVA unter Coach Albert Spanninger mit dem 1. Aufstieg in die Landesliga 1987. Dem direkten Abstieg folgte im Jahr 1989 unter der Regie von Harald Lutz umgehend der Wiederaufstieg in die Landesliga. In den nächsten 3 Jahren konnten die FVA-Kicker die Klasse halten und belegten nach hervorragenden Leistungen sogar in der Saison 1990/91 den für alle überraschenden  3. Tabellenplatz. Mit fast 100 geschossenen Toren war nur noch der FV Biberach und der SV Mochenwangen besser platziert. Nach einem Jahr des Umbruchs musste der FVA im Folgejahr wieder den Gang in die Bezirksliga antreten. Die 1. Mannschaft hat nach einer glanzvollen Runde im Jahr 2002 mit dem Trainergespann Hubert Arnold und Wolfgang Grünhagel zum dritten Mal den Aufstieg in die Landesliga geschafft. In der Landesliga konnte das Team nicht an das Leistungsvermögen des Aufstiegsjahres anknüpfen und so folgte der direkte Abstieg. 2004 kehrte Trainer Harald Lutz wieder an die alte Wirkungsstätte zurück. Seine Mannschaft spielte überaus erfolgreich und konnte sich hinter dem souveränen Meister FV Bad Saulgau  die Vizemeisterschaft und zugleich die Relegation um den Aufstieg in die Landesliga sichern. Doch schon in Runde 1 war Endstation. Vor einer imposanten Zuschauerkulisse in Mochenwangen ging der SV Weingarten (Bezirksliga Bodensee) mit 3 : 1 als Sieger hervor. Die folgende Runde war sehr durchwachsen. Das junge Team konnte die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen und belegte am Ende den unbefriedigenden 10. Tabellenplatz. Erfreulich war der Bezirkspokalsieg gegen die TSG Ehingen, der nach einem dramatischen Spiel in der Verlängerung erreicht wurde. In der Saison 2005/06 entwickelten sich die „jungen Wilden“ mit dem neuen Trainer Wolfgang Steinbach zu wahren Gipfelstürmern und erreichten den hervorragenden 3. Tabellenplatz. Da der Tabellenzweite Allmendingen nicht zur Relegation antrat, nahm der FVA deren Platz ein. Im 1. Spiel wurde Bisingen (Bezirksliga Zollern) nach einer Spitzenleistung klar mit 3 : 0 besiegt. Das 2. Match gegen Schönebürg (Bezirksliga Riss) war vor 1000 Zuschauern in Ummendorf hochdramatisch und wurde nach aufopferungsvollem Kampf erst nach der Verlängerung mit 1 : 2 unglücklich verloren. Auch 2006/07 spielte das junge Team wieder in der Spitzengruppe mit und belegte am Ende den 4. Rang. Der Saisonhöhepunkt war der erneute Bezirkspokalsieg durch einen 1 : 0 Erfolg gegen den Meister Allmendingen. In dem folgenden Jahr musste der FVA den Abgang von mehreren Spielern verkraften. Dementsprechend lief die folgende Punkterunde mit einem 13. Tabellenplatz unbefriedigend, der eigentlich für die Abstiegsrelegation vorgesehen war. Da der Tabellenzweite Krauchenwies den Aufstieg in die Landesliga schaffte, ging dieser Kelch in letzter Sekunde am FVA vorbei. Im Jahr 2008/09 belegte die 1. Mannschaft mit ihrem neuen Trainer Markus Keller einen guten 7. Tabellenplatz in der Bezirksliga Donau. In der darauffolgenden Saison 2009/10 musste der FVA bis zum vorletzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern. Die Staffel war so eng, dass am Schluss der FVA auf Platz 8 nur 4 Punkte Abstand zum Relegationsplatz hatte. Die Saison 2010/11 brachte viele Höhen und Tiefen mit sich. Zu Saisonbeginn kehrten mit Bernd Birkenmaier und Heiko Wenzel 2 ehemalige FVA-Eigengewächse aus Mochenwangen  und Oberzell aus höheren Ligen zum FVA zurück. Eine Serie von hohen Heimniederlagen folgten viele Auswärtserfolge, doch der Anschluss an das vordere Tabellendrittel wollte nicht gelingen. Während der durchwachsenen Saison trat Trainer Markus Keller im April 2011 von seinem Amt zurück. Die verbleibenden 8 Spiele übernahmen Thomas Wenzel und Werner Werz das Team. Der FVA spielte plötzlich wieder befreit auf und erreichte nach einer Siegesserie den 5. Tabellenplatz und gewann  gegen die Spfr. Kirchen mit 2:0 wieder den Bezirkspokal.
Für die Saison 2011/12 verpflichtete der FVA dann Jasko Ramic als neuen Trainer. Ziel war eine Platzierung unter den ersten 5 Plätzen eventl. mit einer Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Schon früh zeigte sich, dass die Mannschaft die Zielsetzung nicht erreichen konnte und es dauerte bis zum vorletzten Spieltag ehe die Klasse gesichert war. Nach einigen Abgängen (Vereinswechsel und Studium), war für die Saison 2012/13 ein einstelliger Tabellenplatz das Ziel.

Trotz großem Verletzungspech während der gesamten Saison konnte man durch einen furiosen Start nach der Winterpause den 8. Tabellenplatz erreichen. Das Saisonende bedeutete auch die einvernehmliche Trennung von Trainer Jasko Ramic nach 2 Jahren. In der Saison 2013/14 übernahmen das junge Trainergespann Markus Walser und Florian Goerigk die sportliche Leitung. Nach einem kapitalen Fehlstart fand sich die Mannschaft schnell am Tabellenende wieder. Erst im November, im vorletzten Spiel der Hinrunde, konnte der erste Sieg eingefahren werden. Auch nach der Winterpause verlief die Saison nicht wesentlich besser. Über die gesamte Zeit fehlten immer wieder verletzungsbedingt Spieler und die Mannschaft konnte sich nicht vom Relegationsplatz absetzen. So kam es am Ende zwei Wochen nach dem letzten Saisonspiel zum finalen Entscheidungsspiel gegen den Kreisligisten FV Schelklingen/Hausen. Mit einem 2:1-Sieg konnte die Bezirksklasse gehalten werden. In der Saison 2014/15 trainierte nur noch Markus Walser die Mannschaft. Florian Goerigk hatte sein Amt aus privaten und beruflichen Gründen niedergelegt. Nach einem guten Start etablierte sich die Mannschaft bis zum Saisonende auf Platz 10. Am Saisonende teilte Markus Walser mit, dass er aus beruflichen und persönlichen Gründen eine Auszeit vom Fußball nehmen wolle. Als Nachfolger verpflichtete man Nico Gleich, der bis wenige Wochen vor Saisonende den Tabellenführer und Aufsteiger FV Neufra trainierte.
Dem neuen Trainer gelang ein toller Saisonstart und zur Saisonhalbzeit lag man auf einem guten 6. Platz. Durch einen schlechten Rückrundenstart fiel die Mannschaft 2016 immer weiter zurück und musste 6 Spiele auf den ersten Sieg warten. Am Saisonende belegte die erste Mannschaft dennoch den 8. Platz. In der folgenden Saison 2016/17 musste man lange um den Klassenerhalt bangen. Nach langer Erfolglosigkeit stellte Nico Gleich wenige Spieltage vor Schluss sein Amt zur Verfügung und durch einen Schlussspurt konnte man am letzten Spieltag die drohende Abstiegsrelegation abwenden. Der neue Trainer Jens Rädel kommt vom erfolgreichen Landesligisten TSV Eschach und hat die Aufgabe übernommen, den Kader des FVA zu verjüngen und das Team zu alter Stärke zurückzuführen.
Die 2. Mannschaft spielte seit 1989 in der Kreisliga B Donau. In der Saison 2000/2001 konnte die 2. Mannschaft unter ihrem Trainer Joachim Eninger mit dem Aufstieg in die Kreisliga A den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte feiern. Nach 4 Jahren in der Kreisliga A musste die 2. Mannschaft den Abstieg hinnehmen und spielt seitdem in der Kreisliga B. In der Saison 2010/11 belegte die von Josef Häberle trainierte Mannschaft den 9. Tabellenplatz. Im darauf folgenden Jahr rückten einige junge Spieler von der A-Jugend zu den Aktiven auf. Die Mannschaft steigerte sich trotz einiger Verletzter im Vergleich zum Vorjahr und erreichte mit 42 Punkten einen guten 7. Platz. Mit dem Nachrücken einiger Spieler aus der A-Jugend erwartete man in der Saison 2012/13 von der 2. Mannschaft eine weitere Steigerung. Nach einem guten Start zeigte sich jedoch schnell, dass eine Vielzahl der jungen Spieler aufgrund von Studium während der Saison nur selten zur Verfügung standen. Zudem musste man bedingt durch das Verletzungspech in der ersten Mannschaft immer wieder Leistungsträger abstellen. So erreichte man am Saisonende mit 23 Punkten nur den 12. Platz. Einige der 11 Neuzugänge 2013 verstärkten die 2. Mannschaft und nach einem furiosen Start mit zeitweiliger Tabellenführung erreichte das Team einen achtenswerten 5. Platz mit 46 Punkten. Die Saison 2014/15 verlief äußerst erfolgreich, leider verlor man aber die wichtigen Spiele gegen die Mannschaften, die vor dem FVA platziert waren. Am Ende stand ein sehr guter 4. Tabellenplatz zu Buche. Im folgenden Jahr hielt das Team lange im Rennen um dem Relegationsplatz zur Kreisliga A mit. In den entscheidenden Spielen zum Saisonende verließen das Team jedoch die Kräfte und die Saison 2015/16 wurde mit einem 5. Platz beendet. In der Saison 2016/17 musste die zweite Mannschaft einige Leistungsträger an die erste Mannschaft abtreten. Trainer Josef Häberle konnte selten die gleiche Mannschaft aufbieten und belegte am Ende den drittletzten Platz. Josef Häberle gab sein Traineramt aus gesundheitlichen Gründen am Saisonende an Simon Raschmann ab. Aufgrund gesundheitlicher Probleme konnte Simon Raschmann damals seine aktive Laufbahn bei den Aktiven nicht mehr fortsetzen.
Neben den Aktiven stellt der Verein eine AH-Mannschaft, die im Jahr mehrere Freundschaftsspiele und Turniere bestreitet.
Neu ist die seit Sommer 2011 vereinbarte Kooperation mit dem SV Hosskirch im Jugendbereich. Sie wurde in der Zwischenzeit auf alle Jugendmannschaften ausgeweitet. Leider konnte für die Saison 2017/2018 keine A-Jugend gemeldet werden.
Seit der Erstellung der neuen Sporthalle in der Herzog-Phillip-Verbandsschule werden im Winter mehrere Hallenjugendturniere der Jugend sowie der AH ausgetragen.

Im Jahr 1996 hat der Verein sein Freizeitangebot ausgeweitet. Eine Volleyballabteilung  und eine Aerobicgruppe wurden ins Leben gerufen. Seit 1998 werden in der Sporthalle das Verbandspokalturnier und der Dorfcup ausgetragen. Im Internet ist der FVA unter der Homepage www.fva09.de zu finden.

Im Jahr 1999 hat der Verein das Sportheim innen und außen komplett saniert. 2004 wurde der Bau des neuen Gerätehauses „Werk 2“ fertiggestellt. Im Jahr 2008 wurde die Grillhütte saniert, ein Kinderspielplatz eingerichtet und mit der Neugestaltung des Sportgeländes begonnen. Der Hauptplatz wurde neu angelegt und zwei neue Trainingsplätze wurden geschaffen.

Zum Jubiläumsjahr 2009 wurde die 100 jährige Geschichte des FVA im Buch „Fußball in Altshausen“ zusammen getragen. Der bekannte Altshauser Autor Elmar Hugger hat gemeinsam mit dem Verein ein wunderbares Werk verfasst, indem die Geschichte vom FVA erzählt wird, unterlegt mit vielen humorvollen Anekdoten und mit Bildern würzig garniert. Mit einem grandiosen Jubiläumsfest wurde unter der Schirmherrschaft von SKH Carl Herzog von Württemberg über Pfingsten 4 Tage lang auf dem neuen Festplatz gefeiert. Dabei wurden die Erwartungen der Organisatoren um ein vielfaches übertroffen. Besondere Höhepunkte waren: Festakt mit 350 geladenen Gästen, Kulturabend mit dem Schauspieler Bernd Gnann mit 600 Besuchern, das Traditionsspiel Oberdorf gegen Unterdorf mit 600 Zuschauern, der Festgottesdienst mit Sportplatzweihe und das Spiel ohne Grenzen für Altshauser Vereine mit 300 Zuschauern. Zahlreiche Gäste aus nah und fern besuchten uns bei unserem Jubiläum und sorgten dafür, dass es zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Weitere Aktivitäten im Rahmen des runden Geburtstags waren das Blitzturnier mit namhaften Mannschaften aus der Region und das Bussenpokalturnier. Im September 2009 schloss der Bundesligist VfB Stuttgart mit seinem Gastspiel vor einer stattlichen Kulisse in Altshausen das Vereinsjubiläum ab.

Als nächstes Ziel hat sich die Vereinsführung die Sanierung des Sportheims sowie die Verbesserung der Umkleidesituation gesetzt. Mit der Sanierung des bestehenden Gebäudes wurde im Sommer 2014 begonnen. Im Winter 2015 konnte der renovierte Jugendraum und die neue Sportheimküche fertiggestellt werden. 2015/16 wurde die Gaststätte mit neuen Fenstern, einer neuen Eingangstür sowie der linke Teil der Außenfassade saniert. Aufgrund einiger Leckagen im Sportheimdach muss die Vereinsführung für das folgende Jahr umplanen und dort die Sanierung fortsetzen.

Der Verein wird derzeit von 580 Mitgliedern getragen.

zusammengetragen und zusammengestellt von Oswald Dengler